Sehen

Früh am Morgen

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Er wacht aus tiefem Schlaf auf
und steigt schlaftrunken aus dem Bett,
geht zum Bad
und stellt sich aufrecht vor den Spiegel.

Er schaut sich an und stellt augenblicklich fest,
daß er nicht mehr derselbe ist.
Er ist ein anderer.

Sein Job als Sachbearbeiter beim Finanzamt
verlöscht wie in Zeitlupe
in seinem Gehirn
und er weiß noch nicht so recht
wie es mit ihm weitergehen soll.

Mit seinen 37 Jahren
und seiner gut gebauten Figur
sieht er ganz manierlich aus,
aber das weiß er nicht,
er steht nur weiterhin
vor seinem Spiegelbild
und wird nicht schlau aus sich.

So zieht er sich an
und geht aus dem Haus.

Es wird gerade hell
und einige Geschäfte
werden schon geöffnet.

Eine korpulente hübsche Ladenbesitzerin
trägt eine Kiste mit Obst heraus
und stellt sie zu den anderen
auf den Auslagestand.

Dabei bückt sie sich
zum Boden herunter,
um eine Aprikose aufzuheben
die ihr heruntergefallen ist.

Das hat er mit Entzücken beobachtet,
denn ihr ausladendes Gesäß
hat den Stoff ihres geblümten Sommerkleides
ordentlich gespannt,
so daß der Anblick ihm
einen erotischen Stich eingibt.

Sie lächelt ihn an,
da sie bemerkt,
daß er die Situation beobachtet hat.

Erst jetzt erkennt er,
die hübsche pralle Dame
ist weit über fünfzig,
und das stachelt seine Begierden
erst recht weiter an.

So spricht er sie an,
ob er ihr ein wenig helfen dürfe,
die Obstkisten herauszustellen.

Oh, das freut die Ladenbesitzerin sehr.
Sie bittet ihn,
ihr in den Laden zu folgen.

Hier beugt sie sich
über die Ladentheke,
um… – ja was will sie,
was sucht sie da?

Dort sind nicht die Obstkisten,
die stehen seitlich aufgestapelt.

Und wieder spannt sich der Stoff enorm
über ihren breiten Hintern.

Will sie, daß ich jetzt etwas unternehme?

Und wie automatisch,
wie von einem fremden Willen gesteuert,
faßt er diesen Prachtarsch
rechts und links
mit seinen Händen
und greift ihr tief
durch den dünnen Stoff
ins weiche Gesäßfleisch.

Sie stößt einen Lustschrei aus,
das ist nicht zu verkennen.

Und so treibt ihn seine sich steigernde Lust
zu einer Courage an,
die er sonst in seinem Leben
als Finanzbuchhalter
niemals aufgebracht hätte.

Aber er ist ja auch ein anderer.

Er fragt sie einfach:
„Darf ich?“

Und sie dreht ihren Kopf zu ihm um
und fragt:
„Wie bitte? Was denn?“

Und dann tut er es einfach.
Er zieht ihr Kleid hoch,
schaut auf das was darunter erscheint
und ist enorm angespannt.

Er sieht einen weißen Schlüpfer
unter einer transparent-hautfarbenen Strumpfhose.

Beides zieht er einfach herunter
und greift ins nackte Fleisch.

Und da sie wieder vor Lust aufschreit,
stellt er mutig
seine nächste Frage:
„Darf ich da mal rein?“

Und wieder kehrt sie ihren Kopf zu ihm um
und fragt:
„Womit bitteschön?“

Doch plötzlich hört er
die Ladenklingel.

Oh weh, muß wohl ein Kunde sein,
aber da hat er schon
seinen Zeigefinger zuvor
in ihren Anus tief reingesteckt
und die Klingel…
klingelt…
die Ladenklingel…
klingelt weiter…
und ist auf einmal doch irgendwie…
nicht die…
nein…
es ist…

Der Wecker, der ihn aus seinem Schlaf reißt –
und ihn aufwachen läßt –,
mit einer harten Erektion.

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