Sehen

Gedanken eines Enthusiasten – in die Wolken hinein

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Zwischen Bewunderung,
Faszination,
Abscheu,
Mißgunst,
Neid,
Hass,
Verherrlichung und Begehren…

Männer und Frauen verstehen sich nicht.

Sie können´s einfach nicht.

Dazu sind sie nicht in der Lage.

Warum ist das so?

Das fragte ich mich schon immer.

Und ist es wirklich so,
daß bei Frauen grundsätzlich ein latenter
bewußt-/unbewußter Wunschtraum nach individuellen Arten von
Unterwerfung vorhanden ist?

Also Unterwerfungsphantasien?

Bishin zu Vergewaltigungsphantasien?

Ich traue dieser Behauptung nicht.

Und was ist mit
der latenten Kastrationsangst bei den Männern?

Oder ihrer Angst vor Impotenz?

Ist diese immer vorhanden?

Bewußt,
oder unbewußt?

Auch diesem Bild traue ich nicht.

Genauso wenig wie ich all den
wissenschaftlichen „Erkenntnissen“ auf dem Gebiet
der Psychoanalyse

von Freud bis zu den aktuellsten
Ergebnissen in diesem Fachgebiet,
traue.

Ich traue höchstens meinen Gefühlen als Mann.

Meinen Erfahrungen als Mann.

Meinen Beobachtungen als Mann.

Aber selbst hier,
komme ich stets an Grenzen,
wo sich eine Unsicherheit einmischt,
der ich Geltung verschaffen muß.

Dann denke ich nach,
über mich als Mann,
über Männer im Allgemeinen,
über Frauen im Allgemeinen

und über
die Beziehungen zwischen Männern
und Frauen.

Jaja,
der Geschlechterkampf.

Der hat es mir angetan.

Darüber nachzudenken,
hierzu Studien zu betreiben.

Fragen zu stellen.

Fragen,
die eventuell eine Antwort erhalten
und Fragen
die wohl für immer unbeantwortet bleiben.

Das ist,
wie ich finde,
philosophisch.

Wenn es mir dabei zu hoch wird,
versuche ich mit einfachen Fragen wieder
ein wenig runterzukommen.

Dann denke ich etwa an… ja,
zum Beispiel an einen Harem.

Das ist wohl eine
der Männerphantasien
die niemals verschwinden werden.

Ja,
und was steckt dahinter?

Kann ja jeder mal selbst drüber nachsinnen.

Und in Bezug auf
die Frauen: Dieses Unterwerfungsding,
ist das wirklich so?

Ich hatte mal eine Freundin,
die wollte mir das bestätigen.

Sie meinte,
ja,
irgendwie stellen sich Frauen in ihrer
Phantasie sowas vor.

Daß da ein Mann sie überwältigt,
daß er dabei natürlich attraktiv
und muskulös
und gutaussehend sein muß.

Und daß er seine Unterdrückung,
seine Überwältigungstätlichkeiten nur in dem Maße anwendet,
der für die Phantasie der Frau angemessen,
geil und befriedigend ist.

Hallo?

Hier möchte ich
die Damen aus
der Emanzipations-Fraktion einmal befragen.

Ist dem so?

Könnte dem auch bei euch so sein?

Ich bin irritiert,
angesichts dessen,
was mir so in Gesprächen geflüstert wird,
und dem was
die Wissenschaft so herausgefunden hat.

Angeblich.

Über
die Phantasien
der Männer kann ich natürlich mehr sagen,
da bin ich eher Experte,
da gäbe es so manche Pleiten
und Peinlichkeiten
die wir Männer uns nicht so
gerne eingestehen möchten.

Muß ich da jetzt wieder von anfangen?

Angst vor Impotenz und so?

Nee,
da gibt´s noch viel mehr in
dieser Richtung,
aber
das hebe ich mir für einen
anderen Tag auf.

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