Sehen
Geschmackssache
Sie saß auf dem Küchentisch.
Die Beine baumelnd.
Die Jeans schon halb runtergezogen.
Ich konnte das Unterhöschen sehen
und sie schob es
auf meinen fragenden Blick
zur Seite und ich sah
ihre rasierte Scham.
Und dann war dieser Geruch
von Pfefferminzduft.
Der kam direkt aus
ihrer Spalte.
‚Hat die da Kaugummis drin…‘,
fragte ich mich.
„Eieieei, ein Pfefferminzmöschen‘,
spann ich den Gedanken weiter.
Ich ging auf die Knie.
Kopf Höhe Tischkante.
Ich streckte meine Zunge raus
und schielte leicht nach oben.
Sie reagierte nicht
und beobachtete mich meinerseits.
Stück für Stück wurde meine Zunge mutiger
und koppelte an ihren Schamlippen an.
Sie schmeckte brav.
In der ersten Sekunde.
Dann kann die Minze zum Vorschein.
Sie seufzte leise.
Ermutigt zog ich meine Zunge einmal durch
und wurde mit einem Kosmos
an Geschmack belohnt.
Und Feuchte und einem Gurren
aus dem Mund der Süßen.
Aber am stärksten war immer noch
der Pfefferminzgeschmack,
der sich aber nach und nach
in Eukalyptus verwandelte.
„Hey“, sagte ich und sah kurz hoch,
Mund glänzend,
„du schmeckst, als hättest du
heute Morgen extra Bonbons reingesteckt.“
Sie lachte,
dieses kurze, helle Lachen,
das den ganzen Raum
ein Stück heller machte.
„Vielleicht hab ich das ja.
Willst du’s rausfinden?“
„Klar will ich.“
Ich machte weiter, jetzt schneller,
weil sie die Finger
in meine Haare schob,
nicht fordernd, sondern führend,
als wollte sie sagen:
genau da, bleib da.
„Deine Praline“, murmelte sie irgendwann,
die Stimme schon ein bisschen rau,
„die brauch ich jetzt wirklich.“
Ich stand auf, zog mich aus,
während sie sich zurücklehnte,
Ellbogen auf der Tischplatte,
Augen halb geschlossen,
aber wach, neugierig.
„Bonbons und Praline“, sagte ich.
„Da fehlt noch Schokolade.“
Dreh dich um
und zeig mir deinen Hintern.
Sie nickte, stand auf
und beugte sich über die Tischplatte,
während meine Zunge auf der Rückseite
auf den Geschmack kam.