Sehen

Kann es weibliche Exhibitionistinnen geben?

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Ich habe eine Vision.
Ich glaube nicht deshalb an Visionen,
weil ich daran glaube,
sondern weil es Visionen gibt.

Ich dachte so an Frauen und Männer.
An den sogenannten Geschlechterkampf.
Und da ich bei dem Bild eines Kampfes war,
dachte ich,
wer wird ihn wohl gewinnen?

Dann dachte ich, ob es wohl Möglichkeiten für einen Waffenstillstand,
oder gar einen Frieden –
einen dauerhaften Frieden geben könnte.
Und wenn ja,
was wohl die Bedingungen dazu wären.

Ich stellte mir das so vor:
Jahrtausendealtes Patriarchat,
hat ja mit sich gebracht,
daß Frauen von jeher die Verlierer
des Geschlechterkampfes waren.
Und das nagt verständlicherweise an den Frauen.

Bei den Männern ist es wohl eher so,
daß sie dieses „Nagen“
nicht nachvollziehen (können),
weil sie sich von jeher zu sehr
in der „rechtmäßigen“ Gewinner-Rolle sehen,
und infolgedessen das Ganze
als naturgegeben betrachten.

Jahrtausendealte menschliche Kulturgeschichte
und Kulturentwicklung haben uns dahin gebracht,
daß Frauen mit einer Art
„kultureller Brechstange“
zum gleichwertigen Menschen gemacht
und anerkennt werden sollten.

Die letzten Errungenschaften
in dieser Hinsicht waren eingerichtete
„Frauenquoten“
und die Einführung der „Gender“-Maßnahmen.

Wessen Verdienst ist das?
Und dient das tatsächlich
den Bestrebungen zur sogenannten Gleichberechtigung?

Meine Vision hat damit zu tun,
daß ich erkannt habe,
daß die menschliche Kulturentwicklung
(also die Menschheit)
es nicht schafft,
NATURGEGEBENHEITEN
durch Entwicklung und Einrichtung von Gesetzen,
Traditionen und Verhaltensregeln zu erzielen.

Das Gesetz der Natur heißt:
Die Stärkeren obsiegen über die Schwächeren!
Und dieses Naturgesetz kann man auch
bei Staatengemeinschaften sehen.

Warum gibt es, nach unseren so hoch entwickelten
menschlichen Errungenschaften
und der menschlichen Intelligenz
in Wissenschaft, Forschung, Medizin
und Erkenntniswissenschaft noch KRIEGE?


In Bezug auf den Geschlechterkampf
sah ich in meiner Vision leider nur
ein „End-Szenario“.
Was soll ich hier auf Details eingehen –
natürlich hat es nur mit Unterdrückung,
Gewalt und Versklavung zu tun.


Aber wie kam ich eigentlich
auf den ganzen Mist?
Ach ja,
meine Schwester.

Ihres Zeichens Kampf-Emanze.
(ihre Worte!)

Sie hatte immer meine Bewunderung,
aber letzte Woche hat sie mich
auf die Palme gebracht.

Ich hatte ihr von einem Gedankenexperiment erzählt,
das ich neulich mal ausgesponnen hatte –
von einer weiblichen Exhibitionistin.

Ich habe ihr dazu eine konkrete Szene dargestellt.

Und über den Tatbestand der Unmöglichkeit
einer weiblichen Exhibitionistin –
soll heißen,
daß es eine solche gar nicht geben könne –,
haben wir uns dann arg gestritten.


Was das mit meiner Vision zu tun hat?
Tja…
müßte man mal vertiefen,
das Ganze.

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