Sehen
Martina is nich mehr
Was kann ich tun? Nachdenken. Warum es so gekommen ist. Nur doof, daß sie mir zuvorgekommen ist, und sie es war, die die offizielle Trennung von mir gefordert hat. Ja, mutig Martina, mutig. Und ich, der ich meinte mich von dir trennen zu müssen, habe gezögert. Zu blöd. Dabei tanzt mir deine Figur des Nachts immer noch vor Augen rum. Dein schöner schlanker Körper… jaja… das muß ich dir lassen… besonders wenn er nackt ist. Du warst schon eine Granate, keine Frage. Aber dein fieser Charakter. Wie du mich immer niedergemacht, lächerlich gemacht hast. Vor allem vor unseren Leuten, wenn wir mal alle zusammengekommen waren, zu einem Essen, Geburtstag, oder was weiß ich. Warum hab ich da nicht gleich groß Geschrei erhoben, sondern nur beschwichtigt? Der andern wegen? Die saßen ja auch nur blöd rum und sagten so gut wie gar nichts. Weil Martina schon dafür gesorgt hatte, daß alle auf ihrer Seite waren, jaja… Also so gut wie alle. Holger mal ausgenommen, aber gesagt hat er auch nichts, der Arsch. Und jetzt renn ich schon monatelang ohne Frau rum und krieg bald ne Krise. Wie gesagt, wenn ich mich abends zum Schlafen lege – kaum sind meine Augen geschlossen, geht die Vorstellung los. Dann sehe ich dich in den geilsten Posen, ja manchmal in Dessous, die du zu unserer Zeit im Leben nicht getragen hättest. Nee, für mich nicht. So eine Schlampe, du. Aber für Arnold, das ist was anderes, was? Für den würdest du… Ach laß mich doch in Ruhe du Flittchen – hast in unseren Kreisen ja auch alles angebaggert und geflirtet auf Teufel komm raus. Ja, du! Angebaggert! Ja, was sonst nur die Kerle machen, das hast du getan. Ge-ba-ggert!! Und was war? Ich hab dich dann mal in ner Ecke mit Kevin knutschen sehen, und der Sack hat dir dabei an den Arsch gegriffen. Ach dein Arsch – wie ich den vermisse… den könnte ich jetzt… oder gib mir deine Titten, ja, deine Titten will ich – auch wenn sie schon ein bisschen hängen. Und bist du immer noch rasiert? Ich frag mich nur für wen? Du bist doch auch noch solo wie ich. Über welche Dörfer steigst du eigentlich? Du billiges Stück du, ich kann mir schon vorstellen, wie du an dem kommst, was ich dir sonst zu bieten hatte. Ja, jetzt kannste hinterherlaufen und suchen… So einen wie mich kriegste eh nicht mehr. Das schlag dir gleich aus deinem süßen Schädel. Ah… dein Mund… deine Lippen… wenn sie sich bei mir da unten… du weißt schon… dran begeben haben… Da kam dir keine gleich, das muß ich dir schon zugeben. Du fieses Aas. Wie konntest du bloß? Das haste jetzt davon. Nee, ich bin heilfroh, daß ich dich quitt geworden bin. Ich konnte dich am Ende gar nicht mehr ausstehen. Wenn ich deine Visage nur gesehen habe, bevor du losgelegt hast mit deinen Tiraden, was ich nicht alles sei und nicht sei… Du Schlampe, du. Bleib bloß wo du bist… Ah… nur dein Fötzchen… das allersüßeste… das fehlt mir am meisten… Du Sau!