Sehen
Montagmittag am Strand
Die Sonne wärmte seinen gebräunten Körper,
der Himmel war wolkenlos
und nur mit seiner Badehose bekleidet,
spazierte er gemächlich Richtung Dünen,
dort wo die Absperrung ist.
Dahinter befand sich der FKK-Strand.
Günther war doch ein wenig angespannt,
denn es war gut ein Jahr her,
als er das letzte Mal hier war,
an genau diesem Ort,
an diesem Nacktbadestrand.
Damals hatte er auch schon die Idee gehabt
ein Fernglas zu benutzen,
um besser sehen zu können,
um näher dran zu sein.
Nur war es beim letzten Mal ein Zufall gewesen,
er hatte als Vogelliebhaber Möven beobachten
und fotografieren wollen.
Somit war die Spontansituation ungeplant gewesen –
im Gegensatz zu diesem Mal.
Nun denn, er stieg,
nur mit einer Badehose bekleidet,
den ersten Teil der Düne herauf
und ging dann schon in die Hocke,
um die letzten Meter bis zur Dünenspitze
in Schleich- und Kriechmanier
sich voranzutasten.
Wow, und dann ging der Horizont auf,
mit all den nackten Leibern.
Er lag jetzt auf dem Bauch,
umgeben von hohem Dünengras.
Mit seinem Fernglas checkte Günther erstmal
die Gesamtlage.
Gut besucht heute.
Das schonmal war gut.
Hieße, die Auswahl ist groß.
Aber oh je, so viele alte Leiber –
und so viele männliche alte Leiber.
Und auch die weiblichen alten Leiber
waren zum Wegschauen.
Wenn deren Figuren wenigstens noch einigermaßen…
aber diese dicken Bäuche der Kerle,
diese ausgelatschen Figuren der Weiber…
nee, das geht nicht an.
Wo sind den die… Ah, da sehe ich doch was:
Diese Dreiergruppe süßer nackter Puppen!
Zwei Blonde, eine Dunkle.
Und die Dunkle ist auch noch ne Kräftige.
So eine mag ich besonders.
Günther schnalzte die Zunge
beim Anblick der drei schönen Nackten.
Sie spielten mit einem Ball,
den sie sich reihum zuwarfen
und auffingen.
Dabei wippten ihre Brüste in der Sonne,
denn alle drei hatten stattliche Größen.
Günther war hin und weg.
Oh, die eine Blonde ist so schön braungebrannt,
hat aber helle Bikini-Stellen,
da, wo die Sonne nicht hinkam.
Sie war also noch nicht so lange am FKK.
Günther kam aus einer streng religiösen Familie,
und Nacktheit war seit je ein arges Tabuthema.
Umso mehr reizte ihn jegliche Nacktheit.
Aber eben nur die von gutausschauenden jungen
und mittelalten Frauen.
Und das hier war die reinste Wonne.
Wenn nur nicht die vielen anderen unansehnlichen
nackten Leiber drumherum wären.
Was wäre, wenn ich meine Badehose ausziehe
und mich einfach zu den dreien dazugesellte?
Ich könnte sie ja fragen,
ob ich mitspielen könne.
Also das Spiel mit dem Ball.
Gedacht getan, kam Günther aus dem hohen Dünengras hervor
und schritt wagemutig in Richtung
der drei nackten Schönen.
Ihm wurde schon mulmig,
als er nur noch etwa 15 Meter
von den Dreien entfernt war,
aber an ein Zurück war jetzt nicht mehr zu denken,
denn eine der drei Nackten zeigte schon auf Günther
und machte die beiden anderen auch auf ihn aufmerksam.
Nur daß sie jetzt dichter zusammenstanden
und ihn irgendwie so seltsam erstaunt ansahen,
und auf einmal sogar laut lachten
und alle drei jetzt auf ihn zeigten…
das war komisch…
Aber als er nur noch auf etwa 5 Meter
an sie heran war,
erkannte er,
daß sie nicht nur auf ihn zeigten,
sondern genau darauf,
das etwas tiefer an ihm…
Er hatte einen Riesenständer.