Sehen
morgens um vier
Frühmorgens um vier Uhr,
die Stadt lag in tiefer, fast greifbarer Stille,
nur ein fernes Auto rauschte durch die Nacht
und eine Sirene verklang irgendwo in der Ferne.
Das Telefon schrillte los,
ein scharfer, unerbittlicher Ton,
der mich brutal aus dem Schlaf riss.
Ich war gerade in einem Traum gewesen,
in dem ich mit einer schattenhaften Fremden
in einem stickigen Club tanzte,
ihre Hüften kreisten eng an meinen.
Fluchend tastete ich im Dunkeln nach dem Hörer,
murmelte ein verschlafenes, genervtes "Ja?" hinein.
Eine Frauenstimme,
heiser vom Alkohol und von Zigarettenrauch,
säuselte lasziv in mein Ohr:
"Willst du mich ficken?"
Ein leises Kichern folgte,
dann ein bitteres, schneidendes Lachen,
das wie ein Messer durch die Leitung schnitt.
Peng – der Hörer knallte auf,
die Verbindung war tot,
nur das Freizeichen summte noch.
Ich lag da,
starrte an die Decke,
wo die Schatten der Straßenlaterne tanzten.
Die Stimme – ich kannte sie sofort.
Es war die kleine Schnepfe aus der Bar gestern Abend.
Schwarze Locken,
die wild über ihre Schultern fielen,
ein enger Rock,
der ihre runden Kurven betonte,
und Augen,
die funkelten wie polierter Onyx.
Sie hatte mir die Nummer zugesteckt,
nach ein paar Tequila-Shots,
die wir lachend runtergekippt hatten.
"Falls du mal Lust hast",
hatte sie mit einem Augenzwinkern gesagt,
ihre Finger streiften meine Hand länger als nötig.
Jetzt war sie betrunken,
vielleicht geil,
vielleicht verzweifelt –
oder alles zusammen.
Mein Puls raste,
der Schlaf war endgültig vertrieben.
Und unten, in der Hose,
regte sich etwas.
Mein Schwanz wurde hart
bei dem bloßen Gedanken an ihre Worte,
pochte fordernd gegen den Stoff.
Ich drehte mich zur Seite,
schob die Decke weg.
Die kühle Nachtluft strich über meine nackte Haut,
ließ Gänsehaut aufkommen.
Hand in die Shorts,
umfasste den Schaft.
Er war schon steif, heiß, pulsierend.
Langsam begann ich zu reiben,
fest und rhythmisch,
die Vorhaut glitt vor und zurück.
In der Fantasie stand sie vor mir,
im schwachen Mondlicht,
das durch die Jalousien fiel.
Nackt,
die kleinen, festen Titten mit harten Nippeln,
die sich aufrichteten,
die Beine leicht gespreizt,
als lade sie mich ein.
"Fick mich", flüsterte sie wieder,
diesmal nicht betrunken,
sondern geil,
die Stimme tief und rau,
die Augen glasig vor Verlangen.
Ich packte sie im Geist.
Hände in ihr Haar,
zog ihren Kopf leicht zurück,
bis sie keuchte,
ihr Atem heiß an meinem Hals.
Meine Finger glitten tiefer,
teilten ihre Schamlippen –
tropfnass,
der Saft lief schon über meine Knöchel.
Sie war bereit, feucht und glitschig.
Ich drang ein,
stieß tief zu,
füllte sie aus.
Sie wand sich unter mir,
schrie leise auf,
als ich härter wurde, schneller.
Ihre Beine schlangen sich um meine Hüften,
zogen mich näher,
ihre Nägel gruben sich in meinen Rücken.
Ich fickte sie stehend gegen die Wand,
ihre Titten hüpften bei jedem Stoß,
ihr Stöhnen wurde lauter, animalischer.
Die Hand an meinem Schwanz bewegte sich schneller jetzt,
passte zum Takt in der Vorstellung.
Der Schaft glitt glatt durch die Faust,
feucht vom Vorsaft.
Sie kam zuerst in meiner Fantasie,
ihr Körper bebte,
die Möse zog sich zusammen,
melkte mich rhythmisch.
"Spritz in mich", flehte sie,
die Stimme gebrochen vor Lust.
Ich explodierte,
pumpte alles in sie hinein,
Welle um Welle.
In der Realität spritzte es über meine Finger,
warm und klebrig,
der Duft von Sperma hing schwer in der Luft,
mischte sich mit dem Schweiß auf meiner Haut.
Ich wischte mich ab mit einem Tuch vom Nachttisch,
atmete schwer,
der Brustkorb hob und senkte sich.
Der Morgen dämmerte grau herein,
ein erstes Vogelzwitschern drang von draußen.
Das Telefon schwieg,
lag stumm da.
Ich glotzte drauf,
bis der Schlaf mich endlich holte.
Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht
und dem Nachhall ihrer Stimme in den Ohren.