Sehen

Samstag, Mitte Juni 1981 in ihrem Schlafzimmer

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Ich weiß noch wie sie mich fragte,
ob sie sich ausziehen soll.

Da stand ich wie blöd
und wußte keine Antwort.

Ich war ja unerfahren
in diesen Dingen.

Was für Dinge? Ja, das Miteinanderschlafen.

Jaja, es gibt so viele Bezeichnungen dafür.
Ich weiß.

Dinge, die ich nicht auszusprechen wage,
wenn andere dabei sind.

Nur für mich – wenn ich diese Wörter vor mich hin sage –
nur in meinem Kopf,
oder auch verhalten laut,
oder richtig laut,
wenn ich allein bin:

Vögeln, bumsen –
oder noch schlimmer:
ficken!

Huch…

Ja, und dann fragte sie noch,
als ich einfach ja sagte –,
ob sie ihre Strümpfe anbehalten soll.

Puh, an sowas hab ich gar nicht gedacht.

Ich dachte diese hautfarbenen Durchsichtigen…
das, sei eine Strumpfhose.

Was sagte ich da noch gleich?
Ja, meinetwegen,
oder so.

Ach je, sie hat es mir aber auch nicht leicht gemacht.

Ich dreh mich dann mal um,
hab ich gesagt –;
und dann fing sie laut zu lachen an.

Das hat mir einen Stich gegeben.
Nicht schön von ihr.

Sie hätte doch ahnen können,
daß ich –
also noch nie…

Ich hatte es bei unserem ersten Treffen
doch irgendwie durchblicken lassen.

Irgendwie, ja.

Vielleicht hat sie es nicht so wortwörtlich genommen.

Egal, sie war so forsch.

So direkt.

Hat sie wohl mein Erröten bemerkt?

Und dann, ich weiß noch genau,
als ich mich umdrehte –

sie stand tatsächlich splitternackt vor mir,
und diese Hautfarbenen,
waren tatsächlich lange Strümpfe,
mit so einem breiten Rand oben.

Das sah sehr aufregend aus.

Aber was mich wirklich fertig gemacht hat,
war,
daß ich keine Schamhaare bei ihr sah!

Nur ein Nacktes Etwas
und einen dünnen Schlitz,
da, wo ein haariges Dreieck sonst ist,
bei den Frauen.

Was hatte das zu bedeuten?

Ich traute mich ja nicht
sie danach zu fragen.

Aber dann ging es peinlich weiter.

Denn im nächsten Moment
sollte ICH mich ausziehen!

Ich habe mich noch nie
vor jemandem ausgezogen.

Außer vor meiner Mutter
als ich noch klein war.

Mein Herz ging wie wild
und ich mußte ein ängstliches Gesicht gemacht haben,
als sie mir zärtlich zu Hilfe kam
und mir half mich auszuziehen.

Nacktheit ist doch was Schönes
hat sie dabei gesagt.

Puh…

Ich war ja froh, daß ich morgens frische Unterwäsche angezogen habe,
nach dem Waschen.

Und da war noch was:

Ja, ich solle mich so wie ich war,
einfach mit dem Rücken auf ihr Bett legen.

Ich weiß nicht wie das zuging,
aber ich weiß,
daß ich da wirklich gelegen habe.

Auf dem Rücken, und splitternackt.

Ich sah die ganze Zeit
auf ihren Busen,
der ja nicht gerade klein ist,
und ich weiß auch noch wie bei mir
da zwischen den Beinen
sich was geregt hatte,
was mir oberpeinlich war.

Sie lachte daraufhin nicht,
nein,
sie lächelte nur ein bißchen
und setzte sich auf´s Bett,
ganz nah zu mir.

Dann nahm sie meine rechte Hand
und drückte sie an ihre rechte Brust.

Es war wie ein elektrischer Schlag!

Dann, oh je,
ich weiß es noch genau –

legte sie sich einfach neben mich,
so nackt wie sie war.

Und dann beugte sie sich über mich,
ließ mich an ihr riechen,
an ihrer nackten Haut!

Es war… einfach phantastisch!

So gut riecht nicht einmal ein frischer Apfel.

Sie war schon ein Engel…
das muß man sagen.

Doch als sie sich dann auf mich…

Ich kann das hier gar nicht so schreiben –
also be-schreiben…

Das war so… wie soll ich sagen…

schon verrückt… ja, sie legte sich ganz einfach auf mich,
auf meinen nackten Körper!

Ganz!

Mit ihrer ganzen Nacktheit!

Was das mit mir machte?

Ich wollte in Ohnmacht fallen,
ja, das wollte ich.

Ich wollte vor Scham…

Aber dann tat sie DAS.

Ja, genau DAS!

Wie soll ich sagen,
mein…
mein…

Glied… war ja so hart geworden…
ich konnte da nichts gegen tun…

Ja, und das packte sie dann einfach so an,
indem sie sich aufgerichtet hatte
und sich dann rittlings drauf…

also indem sie es… also mein Glied…
in sich…

also in ihre…

man weiß schon wo… wo es so warm und weich und glitschig-feucht ist…

rein… gesteckt…
hat…

Und ich sehe sie jetzt noch,
wie sie über mir,
auf mich…

und so Reit-Bewegungen…

und ihr Busen wackelte so dabei…

und ich… ich sprudelte wohl einfach über…

Sofort.

– Jetzt ist sie fort.

Hat gestern Schluß gemacht mit mir.

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