Sehen
Sind Swingerclubs sinnvolle Alternativen?
Besser Pimpern mit Professor Dr. Vögler
Viele Paare,
die schon sehr lange zusammen sind,
haben ein großes Problem.
Einerseits möchten sie ihren Partner nicht verlieren,
andererseits sehnen sie sich danach,
aus der partnerschaftlichen Routine auszubrechen,
die sich ja auch auf den Sex erstreckt.
Sie möchten wieder überrascht werden,
etwas Neues erleben,
fremde Haut spüren,
das prickelnde Gefühl,
wenn sich jemand anderes einem nähert
und man nicht weiß,
was geschehen wird —
wie es sich anfühlt,
wenn jemand anderes in einen eindringt
oder man selbst in eine andere Person eindringt.
Also dieser Moment des Neuen,
den der eigene Partner
oder die eigene Partnerin eben nicht mehr bieten kann.
Und viele wollen dann in einen Swingerclub gehen,
vielleicht erst mal nur Sex haben
mit dem eigenen Partner,
aber dabei gesehen werden
oder es zu tun,
wenn ein anderes Paar daneben liegt,
sozusagen die scheue Variante
des Herantastens an den Gruppensex,
oder gleich am besten die Partner tauschen.
Man sollte aber in diesem Punkt schauen,
ob das etwas ist,
was beide wollen,
oder ob der eine nur zustimmt,
um den anderen Partner nicht zu verlieren.
Man sollte auch schauen,
ob man dem eigenen Partner vielleicht den Sex verweigert
und er deshalb über einen Swingerclub
sozusagen offiziell und legal fremdgehen kann,
und wenn der eigene Partner
oder die eigene Partnerin dann nur da sitzt und zuguckt,
ja, dann hat er oder sie halt Pech gehabt
und ist selber dann schuld,
wenn er oder sie nicht auf seine oder ihre Kosten kommt.
Das Problem aber ist,
dass man dadurch wahnsinnige Frustrationen beim Partner erzeugt,
beziehungsweise auch Verlustangst,
denn es könnte ja sein,
dass der Partner es sehr angenehm findet,
mit dieser fremden Person Sex zu haben
und es auch versucht so zu organisieren,
dass es mit dieser Person
über den einmaligen Swingerclub-Besuch hinaus weitergeht.
Und so stehen wir dann an der Frage,
geht eine langjährige Beziehung,
die sich eingespielt hat
und die den Alltag meistert,
nicht doch wieder am Sex zugrunde,
der eingeschlafen ist,
der beliebig geworden ist,
an dem wir uns gar nicht mehr so richtig erfreuen,
weil er nicht mehr aufregend ist.
Und die große Frage,
die sich stellt,
wie kriegt man die Aufgeregtheit
oder das Aufregende wieder hinein,
ohne aber die eigene Beziehung in die Katastrophe zu stürzen.
Nun, meine Damen und Herren,
das geht,
dazu gibt es noch ganz andere Methoden —
das besprechen wir beim nächsten Mal.