Sehen

und erneute höchstpunkte erzeugt

Ferdinand Freiherr von der Ferne

da ist ein augenpaar.
schimmernd grünlich.
es schaut in die tiefen
eines eisblauen augenpaars.

zwei münder heben ihre mundwinkel leicht in die höhe,
und die augenpaare lassen ihre lider auf und zu gehen.

zwei nackte körper –
einer weiblich,
einer männlich –,
kommen sich so nah,
daß berührung stattfindet.

im stehen umschlingen sich je zwei junge arme
um des anderen körper,
so daß die berührung sich zu einem festen andrücken gestaltet.

ein unmerklicher schweißfilm bildet sich schon
auf die körper.

innere aufgeregtheit
und begierden sexueller natur,
bedingen das.

die körper sind jung,
sie strotzen vor ästhetik,
sie duften –;
sie wollen sich herschenken –
der eine dem anderen.

der weibliche hat glatte schlanke schenkel,
ein volles wohlgeformtes gesäß,
einen üppigen gleichförmigen busen
und das haarige dreieck
zwischen den langen beinen,
verbirgt eine vulva
die für männliche bedürfnisse ästhetisch und lockend erscheint.

ihre feuchte ist gerade zur vollen ausprägung gelangt
und der männliche körper spürt das.

ebenso spürt der weibliche,
daß der männliche bereit ist
zum sexuellen vollzug.

weibliche arme und hände führen den männlichen körper
in liegestellung –
auf weichen weißen untergrund.

so flauschig weich,
so federleicht,
so ein duftender naturstoff,
daß dem männlichen körper wohlbehagen ankommt.

er zeigt umgehend dem weiblichen körper,
daß er bereit ist,
indem er mit seinen händen schenkel auseinanderspreizt
und seine grünen augen
in die dunklen tiefen der vulva hinabschauen.

es kommen dann sein mund,
seine lippen
und seine zunge
der vulva näher,
die treifnasszitternd
in angespannter erwartung
dem ganzen mund entgegenstrotzt –;
den lippen
und der zunge.

vor allem die zunge ist es,
die der vulva,
sowie dem gesamten weiblichen körper jetzt wonnen bescheren,
die sich im gesamten gespür- und fühlapparat
im hohen maße ausbreiten
und nach mehr schreien.

das hirn des weiblichen körpers schreit am lautesten –
unhörbar.

doch jetzt wird der schrei doch noch hörbar
und entlockt ihrem mund stoßweise schreie
und äußerst hörbare stöhnlaute.

der männliche mund tut nicht nur sein bestes
bei seiner verrichtung,
er will der vulva
und ihr innerstes
den höchstpunkt entlocken.

ein über die maßen schriller schrei
zeugt nach wenigen momenten davon.

nach weiteren wenigen momenten
machen sich jetzt weiblichen hände
am geschlecht des männlichen zu schaffen,
und die harte aufrichtung dessen freut beide –
und so stülpen sich sogleich zwei weibliche lippen
über die rötliche, geschwollene spitze,
und verrichten männliche beglückung
bis zum überschäumen der milchig weißen substanz –
das bereitwillig geschluckt wird.

weiblicher körper liegt auf männlichem,
lippenpaare treffen sich wieder zur öffnung
in der sich zungen begegnen.

so vertraut, so langanhaltend,
bis beide körper sich bereit machen
zu einer vereinigung –
wo geschlecht auf geschlecht trifft
und ein rhythmisch gleitender feuchter reigen
erneute höchstpunkte erzeugt.

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