Sehen
unerhörte Beweisführung
Sie war einfach nicht davon abzubringen,
dass ausgerechnet ich der perfekte Lecksklave sei.
Dieses Leuchten in ihren Augen,
dieses selbstherrliche Lächeln,
als hätte sie schon den Vertrag unterschrieben
und mich für die nächsten zehn Jahre an die Leine gelegt.
„Du bist geboren dafür“, säuselte sie,
während sie sich lasziv aufs Bett warf,
die Beine spreizte
und mit zwei Fingern ihre Schamlippen auseinanderzog
wie einen Vorhang vor der Hauptattraktion.
„Knie dich hin, mein braver Junge,
und zeig mir, wie dankbar du sein kannst.“
Ich dachte: Na gut.
Wenn sie das Spielchen unbedingt spielen will,
dann spielen wir eben.
Ich sank auf die Knie,
spürte den kalten Parkettboden unter den Kniescheiben,
atmete ihren Duft ein –
eine Mischung aus teurem Parfüm, Schweiß
und dieser süßlichen Gier,
die manche Frauen ausstrahlen,
wenn sie glauben, endlich die totale Kontrolle zu haben.
Ich beugte mich vor,
ließ meine Zunge langsam über ihre Schamlippen gleiten,
erst außen, dann tiefer,
umkreiste den Eingang, saugte leicht,
genau so, wie man es in den besseren Lehrfilmen sieht.
Sie stöhnte sofort, laut und theatralisch,
griff mir in die Haare
und drückte meinen Kopf fester ran.
„Ja, genau so, mein kleiner Sklave,
leck schön alles sauber…“
Ich leckte.
Ich leckte, als gäbe es morgen keine Zunge mehr.
Ich leckte, bis sie zitterte,
bis ihre Schenkel bebten,
bis sie anfing, dieses triumphierende Lachen von sich zu geben,
das Frauen haben,
wenn sie denken, sie hätten einen Mann endgültig gezähmt.
Und genau in diesem Moment,
als ihr Kitzler prall und empfindlich zwischen meinen Lippen lag,
als sie sich gerade in ihrer Überlegenheit sonnte,
da biss ich zu.
Nicht zärtlich.
Nicht spielerisch.
Sondern kurz, trocken, entschlossen.
Ein sauberer Biss,
wie man in eine reife Kirsche beißt.
Ihr Schrei war kein Lustschrei mehr.
Er war schrill, animalisch,
brach sich an den Wänden,
als hätte jemand eine Kreissäge angeworfen.
Sie zuckte zurück,
starrte mich an,
als wäre ich plötzlich ein Fremder aus einer anderen Galaxie,
Blut tropfte auf die Bettdecke,
und ich stand langsam auf,
wischte mir mit dem Handrücken über den Mund
und sagte ruhig:
„Tja.
Der ideale Lecksklave
hat offenbar eigene Vorstellungen vom Menü.“
Manchmal ist die beste Antwort auf totale Unterwerfung
eben ein kleiner, präziser Gegenangriff.
Manche Frauen wollen einen Sklaven.
Manche bekommen einen Wolf.
Und manchmal, nur manchmal,
schmeckt Rache einfach besser als Gehorsam.