Sehen
Von Hinten ist auch ganz schön
Besser Pimpern mit Professor Dr. Vögler
Die große Frage zwischen Mann und Frau
im sexuellen Bereich
und ein zuverlässiger Streitpunkt ist,
soll man es von hinten
oder von vorne treiben?
Damit meine ich nun nicht
die Wahl zwischen Vagina und Anus,
sondern zwischen der Missionarstellung
und a tergo,
auch Doggy-Style
oder Vierfüßlerstand genannt,
wo die Frau hockt und der Mann hinter ihr steht,
ihren Rücken
und den Arsch bewundern kann
und sie meist im Stehen dann ordentlich penetrieren kann.
Was spricht eigentlich
für die Missionarstellung?
Und sehr interessant ist natürlich auch die Frage,
wieso kommt man auf Missionar?
Also wer missioniert hier
oder hat diese Stellung kirchliche Hintergründe,
dass ein Missionar sie gepredigt hat?
Nun, diese Frage kann ich an dieser Stelle nicht beantworten,
aber ich weiß,
dass der Blickkontakt zwischen Mann und Frau beim Sex
sehr erregend und verbindend sein kann.
Man schaut sich in die Augen
und die Augen sind ja der Spiegel der Seele,
also man schaut beim Vögeln
in die Seele des Anderen.
Allerdings nach einer gewissen Zeit
und wenn der Mann versuchen will,
die Erektion herauszuzögern,
denkt er an das letzte Baseballspiel
oder hier in Deutschland eher an Fußball
oder an die Steuererklärung
oder sie stellt sich irgendjemanden vor,
den sie aus der Bekanntschaft
oder dem Fernsehen interessanter findet.
So sehr wie diese Stellung auch verbindend ist,
ab einer gewissen Zeit
wird sie doch ein bisschen langweilig.
Von hinten ist die Sache schon wieder etwas anders.
Die Frau kann sich fallen lassen,
weil sie nicht das Gefühl hat,
beobachtet zu werden.
Sie kann mit dem Becken ordentlich gegenhalten
und den Rhythmus bestimmen,
während sie ja in der Missionarstellung eher passiv ist.
Der Mann wiederum kann den Rücken betrachten,
das herrliche Gesäß.
Er hört das Klatschen von Haut auf Haut,
was am Arsch noch ein bisschen anders klingt,
als wenn er auf seiner Frau
zwischen den gespreizten Beinen liegt.
Er kann sich geben,
wie er will,
sie beobachtet ihn ja nicht,
also kann er auch seine ganze Energie herauslassen,
stöhnen,
wie ihm beliebt.
Und pumpen wie ein Motor.
Meist hat er auch nicht das Gefühl,
Liegestütze zu machen,
was auf die Dauer ganz schön anstrengend ist.
Und ich glaube, keine Frau kann ermessen,
was ein Mann für Kraft aufwendet,
wenn er in der Missionarstellung liegt.
Das ist Sport am Abend,
meine Damen.
Da ist es im Stehen schon ein bisschen leichter,
weil man nur die Hüfte vor und zurück schieben muss.
Wie dem auch sei, die Konservativen lehnen die Stellung als zu vulgär ab,
praktisch tun es trotzdem viele.
Und im Endeffekt sollte jeder sehen,
was beiden die meiste Freude bereitet.