Sehen

Was bleibt?

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Der Wald ist umzäunt
Eine Straße kreuzt die andere
Geräusche hämmern durch
Quer, in Gedanken verstrickt
Die Frau von gestern ist nicht da
Verzweiflung, ein Nichtkönnen
Steigt auf, entsteht, wächst
Zum emotionalen Chaos
Muskeln spannen, Augen schließen
Bilder werden wach
Der Rhythmus der Gedankenfolgen
Findet nicht den Takt
Krähen fliegen übers Feld
Singen eine Melodie
Düster, schroff – in Moll
Eiskalte Harmonie – maschinengleich
Gedankensprung –
Ersehnte Körpernähe – weit, weit weg
Süchtig – sehnsüchtig
Was ist, was wird sein, was bleibt?
Der Wald ist umzäunt!

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