Sehen

Was glaubst du – wie?

Ferdinand Freiherr von der Ferne

Ich weiß genau wie sich das anfühlt. Ich hab´s erlebt. Ich kann dir viel erzählen,
was?

Nein,
ich behalte es für mich wenn du nicht magst –
oder doch?

Es ist weich,
es ist wie über Seide gehaucht –
oder Samt,
jedenfalls weich

So weich kann nur Fleisch sein,
das eine glatte dünne Haut darüber hat

Und nicht schneeweiß –
nein,
das gibt´s nur in Büchern,
aber so hell wie der Tag

Keinerlei Spuren von Abnutzung,
wie neu –
einfach jungfräulich –
ohne es zu sein

Was soll´s dabei geht ja nichts ab –;
ich meine es wird immer wieder neu

Von Tag zu Tag –
von Mal zu Mal –
immer wieder –
für mich,
für werweißwen

Und dann dieser Duft –;
wie ein frisch gepflückter Apfel im August –
natürlich

in der Sonne,
wo sonst? –;
und knackig,
knackig wie das Hinterteil –
stramm

Wie soll ich sagen,
ich sehe mich liegend drunter –;
und keuche vor Lust

Es sind nicht nur die Gliedmaßen die mich hochhalten –;
nein,
es ist weit mehr

Die Gesamtfläche des Gesamtkörpers mit allem was dran und auch drin ist

Kaum zu beschreiben wie es abgeht wenn es losgeht –,
die Halterung löst sich

Viel mehr als liegen,
wahrnehmen und machenlassen ist nicht drin –
zunächst

Doch im Verlauf des Ganzen,
soll mehr noch,
soll anderes noch –
wie gewollt

Vom Passivsein ins Aktive über,
ist eine Kunst des Willens mit der Befähigung

Keinerlei Künstlichkeiten, keine körperlichen Finten, keine Schlappheiten

Der kreative intuitive Drang auf das Ziel –
auf die Erfüllung von Vorstellung

Von gewünschter Vorstellung –
ist eine rein saubere Instinktausführung

Lange,
lange gleiten und atmen,
und weiter und immer höher –
dem Gipfel näher

Es kann natürlich dauern –
mehr als einem lieb ist,
doch auch dieses Dauern ist

eine Schenkung von oben –;
mit nasser Glätte,
mit heißem Atem,
mit Schreien

Und wann,
glaubst du –
hört es auf? –;
wann glaubst du –
ist es genug?

Aber das ist es ja gerade –;
daß es darum nicht geht –,
nicht die Dauer –

nicht die Obsession –
und kein Wozu,
und kein Gedanke an ein Nächstesmal –

nein,
die Tiefe,
die Tiefe ist es die zählt –,
und du fühlst es,
du fühlst es genau:

Es fühlt sich gut an –
es fühlt sich einfach gut an.

Zugriffe gesamt: 8