Sehen
Was glaubst du – wie?
Ich weiß genau wie sich das anfühlt. Ich hab´s erlebt. Ich kann dir viel erzählen,
was?
Nein,
ich behalte es für mich wenn du nicht magst –
oder doch?
Es ist weich,
es ist wie über Seide gehaucht –
oder Samt,
jedenfalls weich
So weich kann nur Fleisch sein,
das eine glatte dünne Haut darüber hat
Und nicht schneeweiß –
nein,
das gibt´s nur in Büchern,
aber so hell wie der Tag
Keinerlei Spuren von Abnutzung,
wie neu –
einfach jungfräulich –
ohne es zu sein
Was soll´s dabei geht ja nichts ab –;
ich meine es wird immer wieder neu
Von Tag zu Tag –
von Mal zu Mal –
immer wieder –
für mich,
für werweißwen
Und dann dieser Duft –;
wie ein frisch gepflückter Apfel im August –
natürlich
in der Sonne,
wo sonst? –;
und knackig,
knackig wie das Hinterteil –
stramm
Wie soll ich sagen,
ich sehe mich liegend drunter –;
und keuche vor Lust
Es sind nicht nur die Gliedmaßen die mich hochhalten –;
nein,
es ist weit mehr
Die Gesamtfläche des Gesamtkörpers mit allem was dran und auch drin ist
Kaum zu beschreiben wie es abgeht wenn es losgeht –,
die Halterung löst sich
Viel mehr als liegen,
wahrnehmen und machenlassen ist nicht drin –
zunächst
Doch im Verlauf des Ganzen,
soll mehr noch,
soll anderes noch –
wie gewollt
Vom Passivsein ins Aktive über,
ist eine Kunst des Willens mit der Befähigung
Keinerlei Künstlichkeiten, keine körperlichen Finten, keine Schlappheiten
Der kreative intuitive Drang auf das Ziel –
auf die Erfüllung von Vorstellung
Von gewünschter Vorstellung –
ist eine rein saubere Instinktausführung
Lange,
lange gleiten und atmen,
und weiter und immer höher –
dem Gipfel näher
Es kann natürlich dauern –
mehr als einem lieb ist,
doch auch dieses Dauern ist
eine Schenkung von oben –;
mit nasser Glätte,
mit heißem Atem,
mit Schreien
Und wann,
glaubst du –
hört es auf? –;
wann glaubst du –
ist es genug?
Aber das ist es ja gerade –;
daß es darum nicht geht –,
nicht die Dauer –
nicht die Obsession –
und kein Wozu,
und kein Gedanke an ein Nächstesmal –
nein,
die Tiefe,
die Tiefe ist es die zählt –,
und du fühlst es,
du fühlst es genau:
Es fühlt sich gut an –
es fühlt sich einfach gut an.